T-Online: Nicht ohne (m)ein DSL-Modem

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Das auch Geschäftskunden bei T-Online nicht immer unbedingt gut aufgehoben sind, zeigt wieder einmal dieses Beispiel von einem unserer Kunden:

Ein A-DSL-Anschluss, der schon eine Weile nicht genutzt wurde, sollte wieder reaktiviert werden. Also wurde an einem frisch gekauften Rechner eine Fritz!-Card-DSL eingebaut, so dass man den Rechner direkt mit dem Internet und ohne Router, sowie ohne Modem verbinden kann (die Fritz!Card-DSL ist eine spezielle Karte, in der das Modem bereits integriert ist und sie so ohne Probleme direkt an den Splitter angeschlossen werden kann).

Nach der Installation der Karte und der dazugehörigen Software, sollte der Anschluss eingerichtet werden. Dazu machte die Einrichtungssoftware erst einmal einen Verbindungstest, ob denn auch ein DSL-Signal an der Karte ankommt. Natürlich kam kein Signal an. Also wurden die Anschlüsse und die Funktionalität des Kabels überprüft, welche aber alle in Ordnung waren. Schlussfolgerung an dieser Stelle: Telekom anrufen, fragen ob der Anschluss korrekt freigeschaltet ist.

Also rief der Kunde am nächsten Tag bei der Telekom an. Diese versprach den Anschluss zu überprüfen. Nachdem der Kunde eine Weile nichts gehört hatte. konnte er doch irgendwann jemand am Telefon verwischen und bekam natürlich die Standardfragen gestellt, wie der Computer den mit dem DSL-Anschluss verbunden sei. Der Kunde entgegnete ordnungsgemäß daraufhin, dass der Computer direkt über die DSL-Karte an den Splitter angeschlossen sei. Daraufhin bekam dieser natürlich zu hören, dass man ohne Modem kein DSL betreiben könne und das ohne angeschlossenes Modem keine Überprüfung möglich wäre.

Der Kunde wendete sich daraufin wieder an uns und wir überprüften noch einmal, ob es sich bei der verbauten Fritz!Card tatsächlich um eine Karte handelt, die direkt mit dem Splitter verbunden sein muss. Und siehe da, in der Gebrauchsanweisung war deutlich zu sehen, dass die Karte direkt mit dem Splitter verbunden sein musste. Also teilten wir dem Kunden mit, dass es sich um eine Karte mit integriertem Modem handelt und baten ihn, erneut bei der Telekom zu intervenieren.

Das tat der Kunde auch und gelangte diesmal an eine nette Telefonstin, die wie selbstverständlich wieder behauptete, dass man ohne Modem oder ohne Router kein DSL haben könnte. Sie könne diese Sachen aber bei einem Abschluss eines DSL-Vertrages bei der Telekom günstig zuschicken. Sprich Modem und Router. Zum Glück ging der Kunde auf diese Sache nicht ein, sondern gab uns als Ansprechpartner durch.

Wie zu erwarten war, meldete sich die nächsten zwei Tage niemand. Interessanterweise tauchte dann beim Kunden tatsächlich ein Telekom-Techniker auf, der anscheinden aber nicht mehr Ahnung als die Telefonistin hatte, weil er uns erst einmal anrufen musste und man ihm das gleiche wie der Telefonistin erzählen musste, nämlich das man eine Fritz!Card-DSL benutzen möchte, die direkt an den Splitter angeschlossen wird. Nachdem der Techniker dann offen kund tat, dass er keine Ahnung habe, musste man ihm auch noch erzählen, dass eventuell der Splitter kaputt ist und er das doch bitte überprüfen möchte. Er entgegnete daraufhin, dass er das nicht prüfen könne und verwies darauf, dass man im T-Shop doch bitte einen neuen Splitter kaufen möchte.

Nach diesem erfolglosen Tag, wurde also beim nächsten Kundentermin ein neuer Splitter ausprobiert. Interessanterweise funktionierte die DSL-Karte auch mit neuem Splitter nicht. Auch ein mitgebrachtes Modem lieferte keine dauerhaft leuchtende DSL-Anzeige. Parallel dazu hatte der Kunde ebenfalls einen neuen Splitter und ein neues Speedport-Modem der Telekom besorgt, aber man kann mit diesen Geräten zum gleichen Ergebnis: Es tut einfach nicht!

In der darauffolgenden Woche hatte der Kunde dann Besuch von 3 verschiedenen Telekom-Mitarbeitern. Der erste der kam, konnte nichts feststellen. Der zweite überpürfte erstmal die Verkabelung und konnte ebenfalls nicht weiterhelfen. Erst der dritte Besuch brachte Abhilfe. Dieser Techniker schaffte es, nun endlich festzustellen, dass die Leitung tatsächlich gestört ist und zwar zwischen Knotenpunkt und Haus- bzw. TAE-Anschluss. Nach einigen Schwierigkeiten und dem Wechsel diverser Leitungen, kam nun endlich ein DSL-Signal am Splitter an.

Und wie ein Wunder, alles tat auf einmal. Modem, Fritz!Card und auch der Splitter verrichteten ihre Arbeit genauso, wie von uns eingerichtet. Nun zur Moral von der Geschichte:

Verkauft die Telekom dich für Dumm,
steh nicht tatenlos rum,
haben die selber keinen Plan,
schaff' dir 'nen kompetenten Dienstleister an!

 

PS: Zum Glück war der Kunde hartnäckig genug und folgte strikt unseren Anweisungen. Nun hat er ein schönes internet(t)iges Weihnachtsgeschenk.

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