April 2008 Archive

Wer benötigt nicht, als Bastler oder Wiederverkäufer von gebrauchter Hardware, eine Testumgebung um Festplatten, Speicherbausteine und PCI/ISA-Karten zu testen? Eigentlich jeder. Nur was macht man, wenn man nicht genügend Platz hat und seinen Schreibtisch nicht zumüllen will? Richtig, man verlagert das Problem eine Etage tiefer und platziert die Umgebung in einer Schublade unter dem Schreibtisch.

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Auf der Linux-Konsole gibt es ein kleines Werkzeug namens "rename", welches zum Umbennen von Dateien bestimmt ist. Unter zu Hilfenahme der "Perl Expressions" lassen sich so in beliebiger Weise schnell viele Dateien mit einem bestimmten Muster transformieren.

Möchte man zum Beispiel, die Umlaute aus Dateinamen weghaben, so kann man dies zum Beispiel mit folgendem Kommando tun:

rename 's/ü/ue/' *

Mit diesem Befehl werden alle Umlaute, in Dateinamen eines Ordner, in Dateinamen ohne Umlaute umbenannt.

Weiterer Link zu diesem Thema auch mit Beispielen zum Rename-Kommando:
http://www.barmasse.org/linux/praxishilfe/bash/dateien02.html

Und hier eine Referenz zu den Perl Expressions und wie diese verwendet werden (ebenfalls mit vielen Beispielen):
http://www.troubleshooters.com/codecorn/littperl/perlreg.htm

Wer sehr flexibel sein möchte und auf ein paar Dinge eines normalen Notebooks verzichten kann, der ist mit dem Asus Eee PC 701 4G wirklich gut beraten. Der Zwerg kostet knappe 300 Euro und kommt mit einem schmalen Linux-Betriebssystem (Xandros), W-Lan, USB und ein paar anderen Kleinigkeiten. Von der Performance her bietet es einen 900 Mhz Intel-Celeron M Prozessor und 512 MB DDR2-SDRAM Hauptspeicher. Ideal zum Surfen, Musik hören, Dokumente bearbeiten etc. Leider besitzt es aber nur knappe 4 GB Speicher und davon geht ein Großteil an das Betriebssystem.

Wer allerdings diesen Artikel (http://www.xonio.com/artikel/Praxis-Test-Asus-Eee-PC-701-4G-Mini-Notebook_29521349.html) auf Xonio liest, stellt fest, dass man doch noch gerne mehr hätte (und damit meine ich nicht unbedingt nur den Speicherplatz)...

Und natürlich hat sich diesem Problem auch gleich die Debian-Community angenommen. Im Wiki auf Debian.org wird fleißig an einem laufenden Debian auf dem Eee PC gezimmert. Und es läuft auch bereits mit diversen Anpassungen die man allerdings bei der Installation und beim W-Lan treffen muss.

Wer mehr darüber Wissen will, ist im Wiki von Debian gut beraten (auch mit deutscher Übersetzung):
http://wiki.debian.org/DebianEeePC
http://wiki.debian.org/DebianEeePCGerman (deutsch)

Auch ein guter englisch-sprachiger Blogeintrag zum Thema und zur Funktionalität von Debian auf dem Eee PC:
http://syn.theti.ca/articles/2008/02/16/bits-from-the-debian-eee-pc-team

Wenn man ein Device wie eine Festplatte oder ein USB-Stick unmounten möchte, dann kann es sein, dass derweilen folgender Fehler auftritt:

umount: device is busy

Meistens liegt das dann daran, dass irgendein Prozess noch auf das Device zugreift. Die Frage ist dann nur welcher?! Mit dem Befehl "fuser" kann man ganz leicht herausfinden, welche Prozesse auf Dateien oder Sockets noch zugreifen:

fuser -amuv /dev/hdb1

zeigt zum Beispiel alle Prozesse an, welche momentan auf die erste Partition der zweiten IDE-Platte zugreifen.

Außerdem ist fuser mit der Option "-k" in der Lage auch Prozesse zu beenden, die auf die angegebene Datei, auf das Socket oder das Device zugreifen.

Für weitere Hilfe sollte man die Manual-Page von "fuser" zu Rate ziehen.

Wer Samba unter Debian nutzen möchte, der kann dies ganz einfach tun. Einfach auf der Kommandozeile folgenden Befehl ausführen:

apt-get install samba

Danach installieren wir noch SWAT. SWAT ist ein Web-Interface um den Samba-Server schnell und einfach zu konfigurieren, ohne auch nur einmal von Hand die Konfigurationsdateien verändern zu müssen. Die Installation von SWAT wird mit folgenden Befehl gemacht:

apt-get install swat

Nach der Installation sollte man einfach kurz seinen PC neu starten um den Dienst zu aktivieren. Wer auf einem Server ist der sollte den inetd-Dienst einfach neu starten mit:

 /etc/init.d/openbsd-inetd restart

Nun kann man in einem Browser folgende Adresse aufrufen (http://127.0.0.1:901) und landet beim Login-Fenster von SWAT. Man sollte sich zunächst als "root" anmelden, um die grundlegenden Einstellungen zu konfigurieren.

Zwei sehr gute deutschsprachige Anleitungen zu SWAT findet man bei den beiden untenstehenden Links.

Samba konfigurieren mit SWAT von Rainer Budde:
http://www.pro-linux.de/work/server/samba_swat.html

SWAT Das Samba-Administrations-Werkzeug von John H. Terpstra / Markus Klimke:
http://gertranssmb3.berlios.de/output/SWAT.html

Der Wikipedia-Eintrag zu Samba:
http://de.wikipedia.org/wiki/Samba_(Software)

Die offizielle englisch-sprachige Seite von Samba:
http://www.samba.org/

Wer schon immer mal seine Urlaubsbiler in 3 Dimensionen erleben wollte, der hat jetzt die Gelegenheit dazu. Forschern an der Stanford University ist es jetzt gelungen, mit speziellen Algorithmen 2-dimensionale Panorama-Bilder in 3-D Bilder umzurechnen.

Hier ein Beispiel von der Golden Gate Bridge (created by Codebot):

Um das Beispiel anzuschauen, sollte Shockwave (http://www.adobe.com/shockwave/download) installiert sein.

Wer seine eigenen Fotos uploaden will, der muss sich zunächst aber registrieren. (Ich habe es leider noch nicht ausprobiert). Die Fotos stehen danach unter der Creative Commons Attribution-Noncommercial 3.0 unported license. Außerdem ist der Code mit Algorithmus ebenfalls unter dieser Lizenz frei verfügbar.

Hier nun der Link zur Projektseite der Stanford Univerity:
http://make3d.stanford.edu/

Hier der Link zum Heise-Artikel:
http://www.heise.de/newsticker/Make3D-wandelt-Fotos-in-dreidimensionale-Aufnahmen-um--/meldung/105134

Lange ist es her, dass ich zum ersten mal LVM eingesetzt habe. Es dürften mittlerweile fast 5 Jahre sein. Und der Server den ich damals konfiguriert habe, läuft immer noch. (Ein Athlon-Server mit Suse 8.2 :=) )

Eine supergute Dokumentation, die Schritt-für-Schritt erklärt, wie man alles handisch für ein LVM vorbereitet und wie man dieses nachher auch nutzt, findet man hier:
http://www.linuxhaven.de/dlhp/HOWTO-test/DE-LVM-HOWTO.html

Wer nur kurz Wissen will, was LVM ist, kann auch bei Wikipedia schauen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Logical_Volume_Manager

Prinzipiell ist es nicht schwierig ein LVM anzulegen. Unter Suse ist dies mit "Yast" recht einfach möglich. Andere Linux-Distributionen, bieten ebenfalls geführte Hilfe an. Unter Debian und Gentoo sollte man aber von Hand mit der obigen Dokumentation (in deutsch) arbeiten, um ein stabiles LVM zu gewährleisten.

Wie schlecht NTFS ist, konnte man mal wieder bei einem Kunden sehen: Bestimmte Dokumente waren einfach verschwunden. Darunter Word-Dokumente und Excel-Tabellen. Das Szeneario dazu ist wie folgt:

Auf einem Windows Server 2003 gibt es zwei NTFS-Partitionen. Eine Systempartition und eine Datenpartition. Auf der Datenpartition gibt es einen Ordner, in dem jeder User seine persönlichen Dokumente ablegen kann. Innerhalb eines dieser Ordner sind nach einem Wochenende verschiedene Unterordner scheinbar wahllos verschwunden, sowie einzelne Dateien aus anderen Unterordnern...

Die Daten wurden nicht manuell gelöscht oder verschoben. Es gab auch keine Einträge die einen Fehler des Dateisystems in der Ereignisanzeige anzeigten oder ein fehlerhaftes Programm, dass hier Mist gebaut haben könnte. Es wurde weder defragmentiert noch ein sonst ein Prozess angestoßen, der die Daten auf der Festplatte hätte manipulieren können. Daten von anderen Usern waren nicht betroffen.

Zum Glück konnte man mit der Sicherung von vor dem Wochenende die Daten wieder herstellen. Fraglich bleibt, was hier eigentlich passiert ist. Die scheinbar eindeutigste Erklärung ist ein Problem des NTFS-Dateisystems...

Manchmal möchte man gerne ein Backup von einem Server oder Client machen und stellt fest, dass weder ein Bandlaufwerk existiert, noch genügend Platz auf der Festplatte vorhanden ist. Die einzige Möglichkeit die man hat, ist dann das Backup On-The-Fly zu erstellen und gleich per SAMBA, FTP, SCP/SSH, etc. zu verschieben.

Der folgende Befehl ist ein einzeiliger Befehl, welcher dieses Problem umgehend löst. Er kann auf einem entfernten Rechner via SSH ein Tar-Archiv erstellen:

tar -czvf - /home | ssh 192.168.1.100 "cat >/backup/home_01012001.tar.gz"

In diesem Fall wird das Home-Verzeichnis gesichert und archiviert. Die Ausgabe von "tar" wird über ssh gepipt und mittels "cat" in eine Datei namens "home_01012001.tar.gz" geschrieben.

Wer noch weitere Tricks mit "tar" und "ssh" sehen möchte, der sei an die folgenden beiden Webseiten verwiesen:
http://www.oreilly.de/catalog/linuxsvrhackger/chapter/hack37.html (deutsch)
http://www.crucialp.com/resources/tutorials/server-administration/how-to-copy-files-across-a-network-internet-in-unix-linux-redhat-debian-freebsd-scp-tar-rsync-secure-network-copy.php (englisch)

Wenn man heutzutage eine externe Festplatte (USB, Firewire, etc.) kauft, dann ist diese meistens für den sofortigen Gebrauch vorformatiert. Leider besteht diese Vorformatierung meistens aus einer großen NTFS-Partition. Für Linux-Nutzer die auch ohne Probleme Schreiben wollen, ist dies natürlich nicht geeignet. Deswegen kann man mit ein paar Bordmitteln von Linux oder mit einer Knoppix-CD, leicht das NTFS-Dateisystem in ein FAT32-Dateisystem umwandeln, welches dann für Linux und Windows gleichermaßen geeignet ist.

Als erstes Hilfsmittel dient "fdisk". Dieses Tool kennen die meisten schon von der Windows-Kommandozeile. Ein Aufruf könnte folgendermaßen aussehen (wenn /dev/sdb1 die erste Partition auf der externen Festplatte ist):

fdisk /dev/sdb1

Mit dem Kommando "p" kann man sich die Partitionsdaten anzeigen lassen. Mit "m" erhält man eine ausführliche Hilfe. Wer mehrere Partitionen einrichten möchte, kann dies mit diesem Tool tun.

Als nächstes kann man die Partition umwandeln beziehungsweise das Dateisystem kreeiren.

mkfs.vfat -F 32 -v /dev/sdb1

und/oder

mkdosfs -F 32 -v /dev/sdb1

sind hierzu die Befehle. Diese Befehle generieren nun ein FAT32-Dateisystem auf der Festplatte.

Möchte man das Dateisystem auf Fehler überprüfen, so eignet sich dazu der Befehl "dosfsck".

dosfsck -awv /dev/sdb1

Mit Aufruf der Parameter a, w und v wird das Dateisystem automatisch repariert, Änderungen gleich gespeichert und es wird ein Verbose-Output erzeugt.

Weitere Informationen zu den Kommandos findet man auch unter den Man-Pages.

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