Neues in der Kategorie IGEL

Wer es satt hat, dass er auf einem IGEL Thin-Client der Winestra-Serie (416 / 432 / 464) keine eigene Software installieren kann, der sollte sich diese Anleitung durchlesen, wie man mittels einer größeren Compact-Flash-Karte ein eigenes Linux installieren kann. Natürlich kann man das Ganze auch mit einer Festplatte machen, was aber den Nachteil hat, dass man entweder die Stromversorgung des IGELs anzapfen muss oder ein extra Netzteil benötigt. Auch das Booten von USB-Stick ist möglich, sorgt aber dafür, dass man einen USB-Port verschwendet.

Aber zunächst einmal sollte man sich das Innenleben des IGELs und die Mainboard-Architektur anschauen. Der Hersteller des Mainboards ist etwas schwierig zu finden, da er nirgends auf der Platine abgedruckt wurde. Bei der Winestra-Serie dürfte es sich im Allgemeinen aber um Clientron Technology (Xiamen) Co., Ltd. handeln, welcher wie zum Beispiel im vorliegenden Winestra-432 das "WinNET D550 V 1.2" produziert hat.

Viel wichtiger aber als die ganzen Mainboard-Spezifikationen (siehe dazu auch http://www.toolbox.de/pdf/IGEL-winestra.pdf) sind die enthaltenen Compact-Flash-Speichermedien die über einen Adapter an einen 44-poligen IDE-Anschluss angeschlossen sind. Auf diesen CF-Karten befindet sich das erweiterte BIOS und das hauseigene Betriebssystem, was im vorliegenden Fall ein Linux-Derivat ist. Die Größe der Compact-Flash-Karte ist dabei über die Modellreihe gegeben. So enthält der 432 eine 32-MB CF-Karte. Das man hier nur ein sehr abgespecktes Linux zur Verfügung hat, sieht man schon an der Speichergröße.

Deshalb muss man, bevor man die Installation des eigenen Linux-Systems beginnt, zunächst die 32-MB Compact-Flash-Karte gegen eine größere CF-Karte, in diesem Fall eine 4 GB SanDisk Extreme III Compact-Flash-Karte tauschen. Die 4 GB sind zwingend nötig um ein Linux mit Desktopumgebung zu installieren. Außerdem wurde die Extreme III gewählt, weil sie einen hohen Datenfluß und eine hohe Belastbarkeit bietet und zum Glück auch zum BIOS kompatibel ist.

Jetzt kann man den IGEL wieder zuschrauben und mit der Installation beginnen.Für die Installation des Linux-Systems wurde eine Netinstall-CD "Debian Lenny 5.01" benutzt. Diese Installations-CD wird in einem externen CD-Laufwerk verwendet, das über USB an den IGEL Thinclient angeschlossen wird. Danach kann man im BIOS des IGELs bei den Bootoptionen angeben, dass dieser von einem externen USB-CD-Laufwerk booten soll. Ins BIOS des IGELs gelangt man, in dem die "Entf"-Taste drückt.

Hat man alles richtig eingestellt, so kann man nun von der Installations-CD booten. Natürlich sollte man berücksichtigen, dass man ausreichend Hauptspeicher zur Verfügung hat, da die Installation und auch das System später eine Menge Hauptspeicher benötigen, um einigermaßen schnell zu laufen. Im Test wurde ein zusätzlicher 128 MB Kingston-Riegel verbaut, so dass ingesamt 192 MB Hauptspeicher zur Verfügung standen (Die 432-Serie verfügt bereits über einen 64 MB Riegel). Beachten sollte man beim Aufrüsten allerdings, dass es mit großen Speicherriegeln Probleme geben kann und die Winestra-Serie maximal 1 GB RAM verkraftet.

Die Debian-Installation verläuft nun genauso problemlos wie auf einem normalen PC. Der Bootloader wird einfach mit auf die CF-Karte geschrieben. Nach der Installation wird im BIOS die Bootoption wieder auf HDD-0 eingestellt. Jetzt kann man sein neues Debian-System booten.

Thin-Client Hersteller IGEL:
http://www.igel.com

Alte Firmware-Images für verschiedene alte IGEL-Serien:
http://www.myigel.com/index.php?filepath=PREVIOUS_SERIES/emea/ARCHIVE/&webpath=/ftp/PREVIOUS_SERIES/emea/ARCHIVE/&rc=emea

Liste mit IGEL-Serien, die nicht mehr von IGEL unterstützt werden:
http://www.igel.com/igel/live.php,navigation_id,3305,_psmand,9.html

Forumsbeitrag unter linuxforen.de, in dem man etwas allgemein über Linux und Thin-Clients lesen kann:
http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?t=224602

OpenBSD 4.0 auf einem IGEL Thin-Client:
http://www.itbert.de/howtos/openbsd-40-on-a-igel-thin-client/

IGEL 5610-XP mit Debian Linux:
http://o-o-s.de/?p=722

Wer einen neuen IGEL-Thinclient 4210-LX Winestra mit Firmware-Version 3.08.100 hat, wird sich über einen Punkt etwas wundern. Im Vergleich zur Vorgängerversion besitzt diese Firmware-Version eine Taskleiste die ständig im Vordergrund ist. Um dem Benutzer diese zu verschleiern und sie zu deaktivieren sollte man folgende Schritte durchführen:

1. Setup aufrufen

2. Die Registry aufrufen

3. Hier dann folgende Knotenpunkte öffnen: Windowmanager -> wm% -> variables -> usetaskbar

4. Die Taskbar an dieser Stelle deaktivieren

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