Neues in der Kategorie Linux
Wer wissen möchte welche Debian-Version auf seinem System läuft, der kann in folgender Datei dies nachlesen:
/etc/debian_version
Wer beim Updaten seines System mit "apt-get upgrade" bei einer Paketinstallation auf folgenden Fehler stößt, muss nicht gleich verzweifeln.
defektes Tar-Dateisystem - Paketarchiv ist defekt
Denn ein einfaches Bereinigen des Caches kann das Problem schon lösen. Dazu einfach folgenden Befehl eingeben um den Installationspuffer zu löschen:
apt-get clean
Nach "apt-get clean" kann man dann einfach noch mal "apt-get upgrade" eintippen. Nun sollte der Fehler nicht erneut auftreten und das Problem gelöst sein.
Siehe dazu auch das Forum der Ubuntu-Benutzer:
http://forum.ubuntuusers.de/topic/paketarchiv-defekt/
Wer die Bash oder ähnliche Konsolen nutzt, wird bereits festgestellt haben, dass alle Eingaben über die "UP"- oder "DOWN"-Taste wieder aufrufbar sind. Wen das stört, der kann diese History aber gerne löschen. Folgender Befehl löscht alle bislang eingegebenen Befehle:
history -c
Im Forum von old.nabble.com findet sich auch eine interessante Diskussion mit anderen Vorschlägen zum sicheren Löschen der History:
http://old.nabble.com/bash-history-automatisch-l%C3%B6schen-td19562196.html
Auch im Blog von candoom wird darüber geschrieben:
http://www.candoom.de/bash-history-loeschen/
Und zum Schluss noch der Manual-Eintrag des History-Programms:
http://pwet.fr/man/linux/fonctions_bibliotheques/readline/history
Folgenden Fehler kann man zum Beispiel erhalten, wenn man den Befehl "mysqldump" aufruft:
mysqldump: Got error: 2002: Can't connect to local MySQL server through socket '/var/run/mysqld/mysqld.sock' (2) when trying to connect
Dieses Problem tritt auf, wenn zum Beispiel die entsprechende Socket-Datei nicht vorhanden ist. Deshalb sollte man überprüfen, ob die entsprechende Datei vom MySQL-Server erzeugt wurde. Falls nicht, kann dies daran liegen, dass der MySQL-Server zum Beispiel gar nicht läuft. Mit dem Befehl "ps -e" kann man als Root überprüfen, ob der Dienst "mysqld" läuft.
Ist dies nicht der Fall, hilft ein ordinärer Neu- bzw. Restart mit dem Befehl:
/etc/init.d/mysqld restart
Nun sollte auch die entsprechende Socket-Datei vorhanden sein.
Viele Administratoren rufen selten die Mails von Root ab. Deshalb empfiehlt es sich die Mails die Root erhält weiterzuleiten. Unter Debian Lenny kann man dies ganz einfach realisieren, indem man einen Alias in "/etc/aliases" festlegt.
Die Konfigurationsdatei sind dann zum Beispiel so aus:
# /etc/aliases
mailer-daemon: postmaster
postmaster: root
nobody: root
hostmaster: root
usenet: root
news: root
webmaster: root
www: root
ftp: root
abuse: root
noc: root
security: root
root: Max.Mustermann@Musterland.de
Somit werden alle Mails für root an Max.Mustermann@Musterland.de weitergeleitet.
Foreneintrag dazu bei mail-archive.com:
http://www.mail-archive.com/debian-user-de@lehmanns.de/msg24859.html
Natürlich kann man auch im root-Verzeichnis eine Datei namens ".forward" anlegen (falls diese noch nicht existiert) und dort die Adresse angeben, an die weitergeleitet werden soll. Vorteil ist, dass man nicht an die "/etc/aliases" heran muss.
In Kap. 3.2 des The Linux Mail User HOWTO von Eric Steven Raymond kann man nachlesen, wie das Ganze funktioniert:
http://www.faqs.org/docs/Linux-HOWTO/Mail-User-HOWTO.html#forwarding
Debian / MySQL: error: 'Access denied for user 'debian-sys-maint'@'localhost' (using password: YES)'
Wer folgenden Fehler beim Starten oder Restarten seines MySQL-Servers unter Debian bekommt, der wird wohl versucht haben einen DUMP von einem anderen Server einzuspielen:
/usr/bin/mysqladmin: connect to server at 'localhost' failed
error: 'Access denied for user 'debian-sys-maint'@'localhost' (using password: YES)'
Um die Rechte für den "debian-sys-maint" wiederherzustellen einfach sich als "Root" am MySQL-Server anmelden und folgenden Befehl eingeben:
GRANT ALL PRIVILEGES ON *.* TO 'debian-sys-maint'@'localhost' IDENTIFIED BY '<password>' WITH GRANT OPTION;
Das gesuchte <password> findet man in "/etc/mysql/debian.cnf".
Ein etwas längerer Foreneintrag mit Problemlösung (auch für die Bedürfnisse von Ubuntu) findet man hier:
http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=112505
Auch ein Linux ist, wenn es schlecht gesichert ist, ein Betriebssystem das kompromittiert werden kann. Deshalb sollte man in regelmäßigen Abstand sein Linux auf Rootkits untersuchen, die einem Angreifer die Kontrolle über das System ermöglichen.
Ein gutes Tool, welches das System untersucht ist "Chkrootkit". Unter Debian lässt es sich ganz leicht installieren und ausführen:
apt-get install chkrootkit
und ausführen danach mit
chkrootkit
Dabei werden dann speziell gefährdete Dateien, Logs und vieles mehr gescannt.
Eine Liste gegen welche Rootkits und Würmer/Trojaner das Tool hilft findet man auf der Projektseite. Außerdem findet sich hier das Programm auch zum Download:
http://www.chkrootkit.org/
Für Paketinformationen bei Debian siehe hier:
http://packages.debian.org/de/etch/chkrootkit
Wer seine Konsole unter Debian mit einem altbekannten Bildschirmschoner aufpeppen möchte, der sollte sich den Klassiker unter den Bildschirmschonern holen. Einfach folgendes Kommando eingeben und den cmatrix-Bildschirmschoner installieren:
apt-get install cmatrix
Danach kann man mit "cmatrix" den Bildschirm zur Matrix machen. Oder mit "man cmatrix" sich die optionalen Parameter anschauen.
Link zur Paketinformation von cmatrix:
http://packages.debian.org/de/lenny/cmatrix
Wer tummelt sich eigentlich auf meinem System? Diese Frage stellen sich oft Linux-Administratoren. Um diese Frage zu beantworten, kann man eine Reihe von Tools benutzen:
users = Die Namen der am aktuellen Host eingeloggten Nutzer ausgeben
w = Zeigt wer angemeldet ist und was diese User tun
who = Zeigt an, wer eingeloggt ist
last = Zeigt an, welche benutzer zuletzt angemeldet waren
Wer wissen möchte, wer sich über SSH angemeldet hat oder ist, der kann auch in das entsprechende Log-File mit "grep" schauen:
grep sshd /var/log/messages
oder
grep sshd /var/log/auth.log
Wer wissen möchte, wer eine SFTP-Verbindung offen hat, der hat leider nicht soviele Wahlmöglichkeiten, da mit "users", "w", "who" oder "last" diese Benutzer nicht angezeigt werden. Nur beim Durchstöbern der Log-Files mit "grep" bekommt man hier einen Anhaltspunkt, wenn man auf folgende Zeile stößt:
sshd[xxxx]: subsystem request for sftp
Alternativ kann man mit "netstat" nach offenen SSH-Verbindungen schauen.
Hier ein Link nochmal zu einer Übersicht:
http://linuxreviews.org/beginner/viewusers/
Wer es satt hat, dass er auf einem IGEL Thin-Client der Winestra-Serie (416 / 432 / 464) keine eigene Software installieren kann, der sollte sich diese Anleitung durchlesen, wie man mittels einer größeren Compact-Flash-Karte ein eigenes Linux installieren kann. Natürlich kann man das Ganze auch mit einer Festplatte machen, was aber den Nachteil hat, dass man entweder die Stromversorgung des IGELs anzapfen muss oder ein extra Netzteil benötigt. Auch das Booten von USB-Stick ist möglich, sorgt aber dafür, dass man einen USB-Port verschwendet.
Aber zunächst einmal sollte man sich das Innenleben des IGELs und die Mainboard-Architektur anschauen. Der Hersteller des Mainboards ist etwas schwierig zu finden, da er nirgends auf der Platine abgedruckt wurde. Bei der Winestra-Serie dürfte es sich im Allgemeinen aber um Clientron Technology (Xiamen) Co., Ltd. handeln, welcher wie zum Beispiel im vorliegenden Winestra-432 das "WinNET D550 V 1.2" produziert hat.
Viel wichtiger aber als die ganzen Mainboard-Spezifikationen (siehe dazu auch http://www.toolbox.de/pdf/IGEL-winestra.pdf) sind die enthaltenen Compact-Flash-Speichermedien die über einen Adapter an einen 44-poligen IDE-Anschluss angeschlossen sind. Auf diesen CF-Karten befindet sich das erweiterte BIOS und das hauseigene Betriebssystem, was im vorliegenden Fall ein Linux-Derivat ist. Die Größe der Compact-Flash-Karte ist dabei über die Modellreihe gegeben. So enthält der 432 eine 32-MB CF-Karte. Das man hier nur ein sehr abgespecktes Linux zur Verfügung hat, sieht man schon an der Speichergröße.
Deshalb muss man, bevor man die Installation des eigenen Linux-Systems beginnt, zunächst die 32-MB Compact-Flash-Karte gegen eine größere CF-Karte, in diesem Fall eine 4 GB SanDisk Extreme III Compact-Flash-Karte tauschen. Die 4 GB sind zwingend nötig um ein Linux mit Desktopumgebung zu installieren. Außerdem wurde die Extreme III gewählt, weil sie einen hohen Datenfluß und eine hohe Belastbarkeit bietet und zum Glück auch zum BIOS kompatibel ist.
Jetzt kann man den IGEL wieder zuschrauben und mit der Installation beginnen.Für die Installation des Linux-Systems wurde eine Netinstall-CD "Debian Lenny 5.01" benutzt. Diese Installations-CD wird in einem externen CD-Laufwerk verwendet, das über USB an den IGEL Thinclient angeschlossen wird. Danach kann man im BIOS des IGELs bei den Bootoptionen angeben, dass dieser von einem externen USB-CD-Laufwerk booten soll. Ins BIOS des IGELs gelangt man, in dem die "Entf"-Taste drückt.
Hat man alles richtig eingestellt, so kann man nun von der Installations-CD booten. Natürlich sollte man berücksichtigen, dass man ausreichend Hauptspeicher zur Verfügung hat, da die Installation und auch das System später eine Menge Hauptspeicher benötigen, um einigermaßen schnell zu laufen. Im Test wurde ein zusätzlicher 128 MB Kingston-Riegel verbaut, so dass ingesamt 192 MB Hauptspeicher zur Verfügung standen (Die 432-Serie verfügt bereits über einen 64 MB Riegel). Beachten sollte man beim Aufrüsten allerdings, dass es mit großen Speicherriegeln Probleme geben kann und die Winestra-Serie maximal 1 GB RAM verkraftet.
Die Debian-Installation verläuft nun genauso problemlos wie auf einem normalen PC. Der Bootloader wird einfach mit auf die CF-Karte geschrieben. Nach der Installation wird im BIOS die Bootoption wieder auf HDD-0 eingestellt. Jetzt kann man sein neues Debian-System booten.
Thin-Client Hersteller IGEL:
http://www.igel.com
Alte Firmware-Images für verschiedene alte IGEL-Serien:
http://www.myigel.com/index.php?filepath=PREVIOUS_SERIES/emea/ARCHIVE/&webpath=/ftp/PREVIOUS_SERIES/emea/ARCHIVE/&rc=emea
Liste mit IGEL-Serien, die nicht mehr von IGEL unterstützt werden:
http://www.igel.com/igel/live.php,navigation_id,3305,_psmand,9.html
Forumsbeitrag unter linuxforen.de, in dem man etwas allgemein über Linux und Thin-Clients lesen kann:
http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?t=224602
OpenBSD 4.0 auf einem IGEL Thin-Client:
http://www.itbert.de/howtos/openbsd-40-on-a-igel-thin-client/
IGEL 5610-XP mit Debian Linux:
http://o-o-s.de/?p=722

