Linux: März 2008 Archive

Wer vergeblich versucht hat mit "apt-get install smbmount" die Binary von smbmount zu installieren, der sollte einfach mal folgenden Befehl versuchen:

apt-get install smbfs

Danach sollten beide Befehle zur Verfügung stehen. Ratsam ist eventuell auch noch das Paket "smbclient" zu installieren. Dies ist allerdings nicht zwingend notwendig, wenn man nur über den "mount"-Befehl Freigaben einbinden will.

Vor einiger Zeit hatte ich schon mal über das Mounten von Windowsfreigaben geschrieben:
http://www.undertec.de/blog/2008/01/windowsnetzwerkfreigaben_unter.html

Wer unter Linux (oder Windows) auf die Kommandozeile angewiesen ist, der wird feststellen, dass der normale FTP-Client keine Möglichkeit besitzt, ganze Verzeichnisse oder Verzeichnisbäume hoch- oder runterzuladen. Eine Abhilfe kann hier das Programm "wput" bieten, mit dem man ganze Verzeichnisse hochladen kann.

Unter Debian installiert man das wie folgt:

apt-get install wput

Wer nun ein Verzeichnisbaum hochladen möchte, kann folgenden Befehl benutzen:

wput * ftp://BENUTZER:PASSWORT@192.168.1.1/public/

(Dieser Befehl schiebt alle Dateien und Unterverzeichnisse des aktuellen Verzeichnisse auf den FTP-Server mit der IP "192.168.1.1" und dort in das Unterverzeichnis "public".)

Eine paar kleine Eigenheiten sollte man bei wput allerdings beachten:

1. Für jede Datei die hochgeladen wird, öffnet und schließt wput eine URL-Verbindung. Das bedeutet im Klartext, dass wput langsamer als ein normale SAMBA-Verbindung werden kann.

2. Gibt man zum hochkopieren einen absoluten Pfad an, wie zum Beispiel "/home/ich/, so versucht wput, den führenden Slash mit dem gesamten Pfad ebenfalls auf dem FTP-Server zu erzeugen. Dies führt zu Fehlern, die wput aber teilweise ignoriert.
Die Frage ist, warum ist das so?
Nunja, vom Prinzip her wird nämlich immer eine Datei generiert in die wput schreibt. In diesem Fall muss ein Unterverzeichnis mit den darin liegenden Dateien also erst erzeugt werden. Aufschluß über diese Funktionsweise gibt auch die Dokumentation, die das URL-Konzept erklärt. Umgehen kann man das Problem mit dem Parameter "--basename", welcher den Pfad wegschneidet.

Eine Windows-Version des Programmes wput findet man auf der Projektseite bei sourceforge:
http://wput.sourceforge.net/

Ebenso die Dokumentation:
http://wput.sourceforge.net/wput.1.html

Weiter Beschreibung und Dokumentation auf Linux-fuer-Blinde.de:
http://www.linux-fuer-blinde.de/88-0-ftp-client-wput.html

Wer analog dazu Verzeichnisse herunterladen möchte, der sollte sich mit dem Prorgamm "wget" beschäftigen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wget

Eine interessante, wenn leider auch nicht sehr ausführliche Tabelle mit einem Vergleich der Geschwindigkeiten zwischen FTP und SAMBA findet man auf der Seite http://lug.krems.cc/docu/samba/appb_01.html. (Diese Seite ist ein Auszug aus dem Appendix B des Buches "Using Samba", welches im O'Reilly Verlag erschienen ist.)

Dort kann man deutlich sehen, dass man SAMBA erstmal tunen muss, bevor es mit der Geschwindigkeit von FTP mithalten kann. Somit ist FTP der eindeutige Sieger in der Frage um die Schnelligkeit zwischen den beiden Datenübertragungsdiensten.

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