News: Dezember 2009 Archive
Seit geraumer Zeit versucht eBay seine Kunden vor überhöhten Versandkosten zu schützen. Dass dies ein nobles Ziel darstellt, möchte wohl niemand in Frage stellen, auch wenn man sich fragen kann, ob nicht "der Markt" und damit der Käufer das alleine regelt, denn wer will schon überhöhte Versandgebühren bezahlen?
Viel wahrscheinlicher ist, dass eBay gemerkt hat, wieviel Geld Ihnen hier verloren geht, da keine Gebühren auf die Versandkosten anfallen. Und dass Sie mit Ihren Einschränkungen über das Ziel hinausgeschossen sind, zeigt folgendes Beispiel:
Zunächst sollte man wissen, dass eBay Kategorien eingefüht hat, in denen generell versandkostenfrei versendet werden muss. Dies mag für Händler sinnvoll sein, nicht aber für Benutzer die von Privat-an-Privat versteigern. So muss man zum Beispiel in der Kategorie Computer -> Multimedia alle Produkte versandkostenfrei versenden. Dass hier auch alte ISA-Soundkarten drunterfallen, wird von eBay ignoriert. Aber dies ist nur eines von vielen Negativ-Beispielen. Eine Kategorienliste findet sich am Ende des Artikels unten bei den Links, bei der man Nachlesen kann, welche Kategorien betroffen sind.
Zusätzlich kommt hinzu, dass für Privatpersonen auch Verpackungskosten anfallen, die durch diese Versandkosten-Politik nicht mehr abgedeckt sind.
Wie lange sich eBay mit diesem Privat-Kunden feindlichen Verhalten noch über Wasser halten kann, bleibt fraglich. Von einer Auktionsplattform zu einer Angebotsplattform wie Amazon zu werden, wird eBay wohl kaum mehr packen. Und ob die Händler sich über alle neuen Regelungen so freuen, bleibt ebenfalls fraglich.
Dass es mit eBay schon länger Berg ab geht, sieht man an diesen Einträgen:
eBay: Interessenschutz statt Käuferschutz?
eBay auf Abwegen
Link zu den maximalen Versandgebühren bei eBay:
http://pages.ebay.de/help/pay/maximum_shippingcosts.html

