Tools: Februar 2008 Archive

Wer VNC benutzt, sollte sich klar sein, dass jeder von außerhalb die Verbindung anzapfen kann, da die Pakete der Session unverschlüsselt übertragen werden. Gerade bei allen freien Softwareprodukten ist dies ein großes Problem (TightVNC und Konsorten). Verschlüsselt übertragen wird einzig und allein das Session-Passwort beim Start der Sitzung.

Ein wenig Abhilfe soll folgendes Beispiel leisten, welches eine verschlüsselte Verbindung von einem Windows-Client über einen SSH-Tunnel zu einem Linux-Server (im Beispiel einen Debian Etch 4.0-Server) aufbauen kann.

Zunächst installieren wir auf dem Debian-Server folgende Pakete mit "apt-get":

apt-get install ssh
apt-get install x11vnc

Nach der Installation sollte der SSH-Server automatisch gestartet werden. Unter Windows muss man jetzt Putty starten. Dort gibt man die IP-Adresse oder den Hostnamen mit dem richtigen Port und Protokoll (SSH) an. Bevor man aber auf "Open" klickt. Sollte man links im Menü die Option "Connections->SSH->Tunnels" aufsuchen. Dort gibt man bei "Source-Port" "5900" ein und bei "Destination" "localhost:5900". (Erklärung wie der Tunnel funktioniert kommt weiter unten)

Hat man auf "Open" geklickt, kann man sich mit seinem Login-Namen und seinem Passwort auf dem Linux-Server anmelden. Dort gibt man dann folgendes Kommando ein:

x11vnc -forever -display :0

(bzw. x11vnc -rfbauth $Home/myvncpasswd -forever -display :0 falls man ein Sessionpasswort vergeben hat und es unter $Home/myvncpasswd liegt)

(Die X-Session auf dem Linux-Server sollte bevor dieses Kommando gegeben wird aber gestartet worden sein!)

Jetzt kann man mit einem VNC-Client für Windows, zum Beispiel dem TightVNC-Viewer, eine Verbindung aufbauen. Dafür gibt man im VNC-Server-Feld aber nicht die IP oder den Namen des Servers an, sondern trägt nur "localhost" ein und klickt auf "Connect".

Et voila, es erscheint die entfernte X-Session auf dem Linux-Server über eine verschlüsselte SSH-Verbindung.

Aber wie funktioniert das Ganze eigentlich?

Ganz einfach. Mit den Einstellungen die wir in Putty getroffen haben, sorgen wir dafür, dass alle Pakete die an Port 5900 (das ist der Standard-VNC-Port) an den lokalen Rechner gehen, durch den SSH-Tunnel zum Port 5900 auf dem entfernten Rechner geroutet werden. Deswegen geben wir in TightVNC auch nur localhost, also den lokalen Rechner an. Die Grafik verdeutlicht das Ganze noch etwas:

SSH-Tunnel.JPGEs gibt natürlich noch zahlreiche andere Methoden, wie man genau das gleiche Ergebnis erzielen kann. Zum Beispiel kann der VNC-Server schon bereits auf dem System laufen und man muss ihn nicht per SSH-Sitzung erst starten.

Putty-Download:
http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/download.html

TightVNC-Download:
http://www.tightvnc.com/download.html

VNC-Informationen bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Virtual_Network_Computing

Zur Sicherheit (Unsicherheit) von VNC:
http://www.tightvnc.org/faq.html#howsecure

Manchmal benötigt man Grafiken, die teilweise transparent sind und nicht einfach nur einen weißen Hintergrund haben. Gerade für das Webdesign sucht man hier oft nach Lösungen. Dabei wird man aber bald feststellen, dass es keine transparente "Farbe" bei den meisten Grafikformaten gibt. Nur das GIF-Grafikformat bietet mit einem speziellen Trick eine solche Option an. Unter Corel Paint Shop Pro Photo XI funktioniert das Ganze wie folgt:

Mit den Werkzeugen (z.B. Radiergummi) von Paint Shop Pro entfernt man alle Stellen, die nachher transparent sein sollen. Dann kann man die Grafik als GIF mit "Speicher unter" speichern. Zuvor jedoch sollte man auf Optionen klicken und "89a" auswählen. Die "87a"-Version kennt nämlich noch keine transparente Farbe. Bei "Interlacing" sollte man "Interlaced" auswählen. Danach sollte man auf "Optimierung ausführen" klicken. Wer sich nicht großartig auskennt, sollte einfach auf dem ersten Reiter die Option "Bestehende Bild- oder Ebenentransparenz übernehmen" klicken. Jetzt kann man das Bild dann endgültig speichern.

Eine etwas ältere Anleitung welche einen umständlicheren Weg macht, findet man hier:
http://imsdd.meb.uni-bonn.de/html_tutorial/graftip4.htm

Wer auf die Schnelle mal ein kleines Programm für seine Webseite braucht oder wer einfach mal sehen will, wie man gewisse Dinge programmieren kann, der wird bestimmt in den Skriptsammlungen bei den untenstehenden Links erfolgreich sein.

Dort findet man zumeist eine Auswahl nach Thematik geordnet, so dass man schnell das passende Skirpt in Perl oder PHP (aber auch Java, etc.) findet. Bitte das Copyright von den Programmen beachten und Vorsicht, manche Programme sind nicht ganz kostenlos!

Links:
http://www.perlscripts.de/
http://www.hotscripts.com/
http://www.cgifree.de/
http://www.perlunity.de/
http://www.kostenlose-scripts.de/ 

Vor einiger Zeit gab es hier im Undertec-Blog ein Artikel zu "Inkscape" einem Grafikprogramm das hervorragend mit Vektorgrafiken umgehen konnte und das auf OpenSource-Technologie basiert.

Eine der tollen Eigenschaften von Inkscape ist nicht nur der Umgang mit Vektorgrafiken, sondern auch die Möglichkeit beliebige SVG-Grafikdateien als PSTricks-Code abzuspeichern. Der so entstandene TeX-Code kann sehr leicht in LaTeX-Dokumente eingebaut werden. Leider funktioniert dies nur mit SVG und nicht mit anderen Formaten.

Hier findet man in der Dokumentation noch mal eine sehr kurze Beschreibung:
http://tavmjong.free.fr/INKSCAPE/MANUAL/html/File-Export.html#File-Export-Other

Die Wikipedia-Seite zu PSTricks:
http://en.wikipedia.org/wiki/PSTricks

Und hier noch mal ein kurzes Beispiel:

Tux.svg

Und dazu der PSTricks/LaTeX-Quellcode:

Tux.txt

Jeder Gamer wird sich jetzt sagen, das ist ja der Hammer. Aber es ist tatsächlich so und keine Blog-Ente. Doom, Wolfenstein3D und Quake laufen auf dem Nokia 9500 Communicator.

Benötigt wird hierfür eine spezielle Doom-Engine namens C2Doom. Diese basiert auf SDL (Simple DirectMedia Layer) einer freien Multimedia-Bibliothek für die verschiedensten Plattformen. Verfügbar ist die C2Doom-Engine für S60 und auch für S80. Möglich war dies alles nur, durch die Veröffentlichung des Source-Codes der Doom-Engine von ID Software.

Aber nun zum eigentlichen Knackpunkt. Hat man die SIS-Datei für die C2Doom-Engine heruntergeladen, muss man sie auf den Communicator transferieren. Dort kann man sie dann im Datei-Manager suchen und ausführen. Es empfiehlt sich, die Datei und auch die Spiele auf einer Speicherkarte zu installieren, da gerade auch die Spiele-Dateien im WAD-Format einige MB groß sein können.

Hat man die Engine dann installiert, findet man ein Doom-Icon im entsprechenden Menü. Nun fehlt noch das eigentliche Spiel. Die Spiele sind im WAD-Format. Das ist ein Format in dem alle Levels und Einstellungen in einer einzigen Datei codiert sind. Startet man die C2Doom-Engine wird das Handy nach solchen Dateien durchsucht und die erstbeste Datei zum Starten verwendet.

Hat man mehrere WAD-Files auf der Speicherkarte so kann man durch folgenden Trick die Spiele wechseln:

Nach dem Start im ersten Menü die Taste "Menü" auf dem Communicator drücken. Dann erscheint ein Optionen-Menü. Dort wählt man "Advanced" und "Reset WAD file". Dann fragt er, ob man die entsprechende WAD-File nutzen möchte. Drückt man "OK" wird diese Datei benutzt, drückt man auf "Abbrechen" so wird die nächste WAD-Datei zur Option gestellt. Auf diese Art und Weise kann man zwischen den Spielen wechseln.

Jetzt kommt aber das entscheidende Problem: Die WAD-Files sind nach wie vor kommerziell, dass heißt die eigentlichen Spiele-Dateien muss man kaufen. Kostenlos oder als Shareware gibt es meist nur die ersten Levels als WAD-File auf den FTP-Servern oder von Download-Seiten (zum Beispiel die WAD-File aus Doom95: ftp://ftp.idsoftware.com/idstuff/doom/win95/doom95.zip). Wer Interesse an den ganzen Spielen hat, wird sich denke ich bald mit der Möglichkeit "eMule" beschäftigen (Unter dem Suchbegriff "wad" findet man genügend).

Jetzt noch eine kurze Liste welche Spiele auf dem 9500 getestet wurden: Doom, Doom II, Wolfenstein3D, Quake.
Hexen und Heretic werden laut Projektseite nicht unterstützt.

Download-Möglichkeit der C2Doom-Engine:
http://koti.mbnet.fi/mertama/downloads.html

Projektseite von C2Doom:
http://koti.mbnet.fi/mertama/index_old.html

FTP-Server von ID-Software (auch mit Source Code, welcher für diverse Spiele wie Doom, Quake II, etc. veröffentlicht wurde):
ftp://ftp.idsoftware.com/

SDL-Informationen bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Simple_DirectMedia_Layer

WAD-Informationen bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/WAD

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