Neues in der Kategorie Zensur

Wer unterwegs anonym surfen möchte, der kann sich einfach den PrivacyDongle von Digitalcourage (früher FoeBud) bestellen. Auf diesem USB-Stick findet man die Tor-Software samt einem angepassten Firefox-Browser. Die Software ist Stand-Alone und muss deshalb auf einem fremden Rechner nicht installiert werden, sondern kann dort einfach direkt genutzt werden.

Wer sich einen Stick/Dongle bestellt, unterstützt laut Heise online auch gleich die Aktivitäten von FoeBud, welche für einen aktiven Datenschutz eintreten. Alternativ lässt sich laut Heise wohl aber auch das ganze kostenfrei gestalten, in dem man die Software einfach selbst auf einen USB-Stick zieht.

Hier der Link zur Heise-News:
http://www.heise.de/netze/meldung/PrivacyDongle-Anonymes-Internet-am-Schluesselbund-1918706.html

Hier der Link mit Informationen zu Tor (wichtig ist auch der Kritik/Schwachstellen-Bereich):
http://de.wikipedia.org/wiki/Tor_(Netzwerk)

Der PrivacyDongle direkt auf der Seite von Digitalcourage/FoeBud:
https://www.foebud.org/privacydongle-2013-anonymes-surfen-im-internet

Aufgrund des aktuellen Skandals um die Überwachungsprogramme PRISM und Tempora erfährt man auch etwas über die Überwachung des Internets durch den Bundesnachrichtendienst (BND). Dabei kann der BND am De-Cix-Hauptknoten in Frankfurt mit einer Regelung bis zu 20% des deutschen Internetverkehrs einfach abschöpfen. Momentan sind es aber wohl eher 5%, was erklären würde, warum der BND aktuell um ca. 100 Millionen Euro aufgestockt werden soll. Dies würde vielleicht auch das Abschöpfen der restlichen 15% ermöglichen.

Hier ein Link zum Thema zu Heise:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/NSA-Abhoerskandal-PRISM-Internet-Austauschknoten-als-Abhoerziele-1909604.html

Und hier ein Link zum Thema zu Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/prism-tempora-und-die-bundesregierung-a-908250.html

Wer die Farbausdrucke eines Kyocera FS-C5150DN entweder bei gutem Licht mit bloßem Auge oder aber mit aber mit einer Lupe ansieht, wird feststellen, dass der ganze Ausdruck mit kleinen gelben Punkten übersäht. Diese gelbe Punkte auch "yellow dots" genannt, findet man heutzutage bei vielen Farblaserdruckern, mit denen sich die Geräte und eventuell auch der Besitzer identifizieren lassen. Dieser sogenannte "Machine Identification Code" soll den Behörden und Geheimdiensten helfen, entweder undichte Quellen oder aber Fälscher, etc. zu entlarven.

Beim Kyocera FS-C5150DN zeigt sich im Test, dass auf allen Farbausdrucken diese gelben Punkte zu finden sind, sogar wenn nur schwarzer Text gedruckt wird. Stellt man in den Druckereinstellungen den Modus aber von Farbe auf Schwarz/Weiß um, so scheint es, als wenn die gelben Punkte verschwunden wären. Möglicherweise kommt hier aber nur eine andere Mikrokodierung ins Spiel, die nicht so eindeutig wie die "yellow dots" sind.

Fazit:
Wer also vertrauliche Dokumente mit dem Kyocera FS-C5150DN drucken und vielleicht leaken will, der sollte äußerst vorsichtig sein oder besser ganz die Finger von diesem Drucker lassen.

Hier ein Wikipedia-Artikel zum "Machine Identification Code":
http://de.wikipedia.org/wiki/Machine_Identification_Code

Und hier eine Liste der EFF (Electronic Frontier Foundation) die aufzeigt, welche Drucker Mikropunkte verwenden:
https://www.eff.org/pages/list-printers-which-do-or-do-not-display-tracking-dots

Hier noch ein paar weitere Artikel zum Thema:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Buergerrechtler-wollen-Spionage-per-Farblaser-Ausdruck-dokumentieren-118895.html
http://www.druckerchannel.de/artikel.php?ID=1239
http://www.druckerchannel.de/artikel.php?ID=2404&seite=26&t=yellow_dots_geheime_codes_auf_jeder_seite

Und noch ein paar Blogs und Foren zum Thema:
http://miami.typepad.com/springyleaks/2012/05/foia-release-names-spy-printers.html
http://33bits.org/2011/10/18/printer-dotspervasive-tracking-and-the-transparent-society/
http://www.stealthcopter.com/blog/2010/04/dell-1320c-colour-laser-printer-machine-identification-code-microdots/
http://printplanet.com/forums/digital-printing-discussion/18688-canon-7000vp-yellow-dots

Im Blog von NoNameMT findet man eine interessante Liste mit Anbietern von anonymem Webspace beziehungsweise bei denen man anonymes Hosting bekommt. Wer in seinem Land Probleme mit der Zensur hat, kann hier seine Webseiten anonym auslagern, wobei es sich anbietet immer ein Backup seiner Daten vorrätig zu halten, da man dort zwar anonym als Kunde bleibt, aber der Anbieter dennoch aufgrund von Landesgesetzen gezwungen sein kann, Inhalte zu löschen.

Natürlich werden die Server auch leider oft als Spam-Quellen genutzt weswegen diese Liste ebenfalls für Anti-Spam-Jäger sehr interessant sein dürfte.

Hier die Liste im Blog von NoNameMT:
http://nonamemt.us/2011/01/ubersicht-anonyme-webhoster/

Als Reaktion auf die Internetzensur, die von der Familienministerin Ursula von der Leyen angestrebt wurde, gibt es nun einen Zensur-Song der von Diana Leder gesungen wird. Ein echter Ohrwurm, den es sich mit Sicherheit lohnt weiterzuverbreiten...

Weiter Infos auf:
http://roadrunnerswelt.blogspot.com/2009/06/zensursula-song-der-sommerhit-von-diana.html
http://blog.windfluechter.net/index.php?/archives/560-Der-Song-zum-Gesetz-Zensi-Zensa-Zensursula.html
http://www.kels.de/2009/06/20/zensursula/

Internetseite zum Vergleich welche Partei, welche Überwachungsmaßnahmen fordert:
http://www.buergerrechte-waehlen.de

Fast den Tränen nahe ist wohl ein jeder von uns, der gesehen hat, wie das Internet im letzten Jahrzehnt gewachsen ist und welche rasanten Änderungen es erfahren hat. Nun gibt es leider eine Änderung mehr: Das Gesetz über die Websperren. Deutschland hat sich somit wieder mal ein Stück näher an Länder wie Iran und die Volksrepublik China angenähert.

Gestern hat der Bundestag mit den Stimmen der großen Koalition das Gesetz verabschiedet. Es sind zwar einige Änderungen eingefloßen, aber unsere Politiker hat die Petition die eine Rekordzeichnung hatte, überhaupt nicht interessiert. Soviel zur Demokratie. Die alten Griechen würden wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn sie sehen würden wie die Zensur die Demokratie auseinander reißt.

Einem jedem mündigen Internetnutzer bleibt also nur noch die Aufgabe, bei der nächsten Bundestagswahl weder CDU/CSU noch SPD zu wählen und die Herren und Damen der hohen Politik so abzustrafen und ihnen klar zu machen, wer hier das Volk bzw. die Internetgemeinde ist.

Fakt ist, Kinderpornos sind das Schlimmste, was das Netz hervor gebracht hat. Abgesehen von der technischen, kulturellen und politischen Dummheit unserer Volksvertreter, die sich hier mit Sicherheit eine Hintertür für weitere Sperren und somit für einen diktatorischen Staat wie in China offen lassen werden. Dürfte auf jeden Fall interessant werden, in einer Viel-Parteien-Diktatur zu leben...

Der Link zum Heise-Artikel:
http://www.heise.de/newsticker/Bundestag-verabschiedet-Gesetz-fuer-Web-Sperren--/meldung/140746

FreiesInternet.JPG

Jetzt kommen Methoden der Chinesen wohl nun auch nach Deutschland, nämlich die der Internetzensur. Wie es üblich ist wird unter dem Deckmantel einer bestimmten Strafsache (=Kinderpornografie) wahrscheinlich wieder ein neues Gesetz eingeführt.

Genau wie der Bundestrojaner nur gegen Terroristen eingesetzt werden sollte und nun bei allen Verbrechen die einer gewissen "Schwere" unterliegen, wohl zum Einsatz kommen wird, so werden bestimmt nicht nur Kinderpornografie-Seiten gesperrt werden, sondern auch eines Tages regierungskritische Seiten.

Auch DNA-Tests sollten nur bei schwerwiegenden Verbrechen eingesetzt werden und heutzutage werden bei jedem läppischen Einbruch DNA-Spuren gesichert und Massen-DNA-Tests gemacht.

Jeder Bundesinnenminister, vor allem Otto Schily und Wolfgang Schäuble treiben mit ihren Ideen die Bundesrepublik immer weiter in Richtung Stasi-Staat.

Das sogar ein harmloser Blogger betroffen sein kann, zeigt deutlich dieses Beispiel: http://infowars.wordpress.com/2009/04/03/wikileaks-urteil-zu-indirekten-links/

Ein schöner Artikel mit Jans Meinung findet ihr in seinem Blog:
http://www.theofel.de/archives/2009/04/zensurverhalten-in-deutschland.html

Und dort hat er auch eine Liste mit Providern verlinkt, die bereits jetzt Internetseiten freiwillig sperren:
http://www.zensurprovider.de/

Ob der Gefahrenstufen-Indikator für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im Blog von Kai Raven also nicht lieber bei Polizeistaat stehen sollte, ist langsam fraglich:
http://blog.kairaven.de/archives/1100-Gefahrstufen-Indikator-fuer-Demokratie-und-Rechtsstaatlichkeit.html

Gefahrstufen-
Indikator

Gefahrstufe-Indikator für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit
für Demokratie & Rechtsstaat

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